Es gibt diese Tage, die so unglaublich passiv sind. Irgendwie depressiv. Aber irgendwie auch wieder nicht depressiv, denn irgendjemand könnte mich aus dieser Stimmung rausholen, mich gleichsam aktivieren. Is nur keiner da.
sixeight - am Donnerstag, 22. Januar 2004, 17:02
Vierunfzwanzig bin ich
gerettet
auf dem weg zum schlachten
Das sind leere und eindeutige namen:
Mensch und tier
liebe und hass
feind und freund
licht und dunkel.
Ich sah:
Menschen wie tiere getötet
fuhren zerhackter menschen
ohne erlösung.
Begriffe sind nichts als worte
verbrechen und tugend
wahrheit und lüge
schönheit und greuel
mut und angst.
Verbrechen und tugend sind gleich
ich sah:
Einen der schuldig
und schuldlos zugleich war.
Ich suche den lehrer und meister
der mir den blick das gehör die sprache
wieder gibt
der mir noch einmal die dinge und die
begriffe nennt
das licht von der dunkelheit scheidet.
Vierundzwanig bin ich
gerettet
auf dem weg zum schlachten
Tadeusz Rózewicz
gerettet
auf dem weg zum schlachten
Das sind leere und eindeutige namen:
Mensch und tier
liebe und hass
feind und freund
licht und dunkel.
Ich sah:
Menschen wie tiere getötet
fuhren zerhackter menschen
ohne erlösung.
Begriffe sind nichts als worte
verbrechen und tugend
wahrheit und lüge
schönheit und greuel
mut und angst.
Verbrechen und tugend sind gleich
ich sah:
Einen der schuldig
und schuldlos zugleich war.
Ich suche den lehrer und meister
der mir den blick das gehör die sprache
wieder gibt
der mir noch einmal die dinge und die
begriffe nennt
das licht von der dunkelheit scheidet.
Vierundzwanig bin ich
gerettet
auf dem weg zum schlachten
Tadeusz Rózewicz
sixeight - am Mittwoch, 21. Januar 2004, 18:36
Der Trend geht zum Zweitblog.
sixeight - am Montag, 19. Januar 2004, 20:05
Ich weiß nicht, ob es für oder gegen wissenschaftliche Texte spricht, wenn in ihnen solche Worte wie "phantasmagorisch" vorkommen.
sixeight - am Montag, 19. Januar 2004, 20:04