archiv und filialen
blogroll
disclaimer
mission statement
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
icon14

 
Donnerstag, 16. September, 20:00, Viktoria Kino Dahlbruch: Liebe mich, wenn du dich traust.
Kommt irgendjemand mit?

agermany
Wo liegt nochmal Agermany?
Via: Satan's laundromat.

Seinen Namen weiß ich schon gar nicht mehr, aber da auch er ein Thru-Hiker war (recht spät dran allerdings, wenn er noch vor Wintereinbruch in Maine sein wollte), hatte er den eh ab- und sich einen Trail-Namen zugelegt. Doch selbst den weiß ich nicht mehr. Ich erinnere mich an J.'s Trailnamen: Q-Tip. Weil er mit seinen Haaren einfach so aussah. Und B.'s Trailname: Tennis Ball. Weil sie mit ihrem Neongelben Fleece eben auch genau so aussah. Auch wenn sie ihren Namen nicht mochte. Und nein: So rund ist sie nicht.
Anyways. Dieser Typ war Kanadier und mit seiner Tochter unterwegs. Eine zeitlang war wohl auch ihr Freund mit dabei, aber er konnte sich kein halbes Jahr frei nehmen für den AT. Vielleicht wollte er auch nicht.
Die beiden jedenfalls wollten nach Hause laufen und somit den Weg bis nach Kanada ausweiten.
Dazu waren sie gut ausgerüstet. Naürlich hatten sie alles dabei, was man so braucht. Darüberhinaus nahmen sie aber auch eine Gitarre mit. Er stellte sich als sehr virtuos heraus, der Kollege und sein Lied über den AT säuselt mir noch heute im Ohr:

I don't wanna sound holier than thou
but only a real thru-hiker knows
the spirit of the Appalachain Trail
follows you wherever you go.

Es war irgendwo in der Nähe von Blacksburg, Virginia. Die Fahrt hatte bereits weit über zwei Stunden gedauert und führte über die teilweise abenteuerlichsten Pisten. Auf drei Autos aufgeteilt holperten wir Waldpfade hinauf und hinab, die im Atlas als praktische Abkürzungen ausgewiesen waren. Kürzer war es definitiv, geringer war der Verschleiß für die Autos allerdings nicht. Vor allen Dingen nicht auf der Rückfahrt, als die sechs Mann im kleinen Ford Escort Kombi dessen Unterboden in Zusammenarbeit mit dem Dreck und den Steinen des Feldweges zu einem nicht-aufhörenden Funkenfeuerwerk veranlasste. Aber wir waren richtig. J. kannte die Gegend. Er war unser Joker auf den fünf Tagen, die vor uns lagen, denn im Gegensatz zu uns war er ein Profi - ein Thru-Hiker.
Zwei Jahre zuvor war er den gesamten Appalachian Trail durchgehiked, das heißt 3.500km von Georgia bis rauf nach Maine. Wir begnügten uns dagegen mit Section-Hiking und wollten nur fünf Tage auf dem AT verbringen und bis Roanoke wandern.
Unser Ausgangspunkt lag in einem kleinen Dorf abseits von Blacksburg. Es gab nur ein paar Häuser und eine kleine Kirche. J. erinnerte sich an ein bestimmtes Haus. Alte Leute wohnten dort, sagte er, die machen jeden Sonntag Eiscreme für die Wanderer; ein perfekter Start für unsere Tour. Zumindest konnte man dort fragen, wo man die Autos abstellen kann.
Als wir das Haus erreichten sah es jedoch ein bißchen verlassen aus, keine Spur von einem alten Ehepaar und schon gar nicht von Eiscreme. Aber es war auch nicht Sonntag.
Wir blieben mit unserem Auto am Straßenrand stehen, während sich M.'s grüner Ford Taurus mit J. in die kleine Einfahrt begab. J. stieg aus und ging Richtung Haus, um zu klingeln. Kurze Zeit später öffnete jemand die Tür, allerding kein älterer Herr oder eine ältere Dame, es war ein Typ im Unterhemd, Ende Zwanzig, Anfang Dreißg. Kräftig gebaut und und mit allerlei Fettpolstern und an den Oberarmen mit Tattoos versehen. Ein zugegebenermaßen recht bitterer Anblick, vor allem dann, wenn man nette alte Leute erwartet. Diese jedoch wohnten dort nicht mehr, wie wir später erfahren, sondern dieser Junge Herr mit seiner Familie. Doch vorher stellt sich ein weiteres Familienmitglied vor. Ein ca. achtjähriger Junge kommt aus der Tür und baut sich auf der Veranda auf. Er hat kurze dicke Beine, einen sehr voluminösen Torso und einen irren Blick. Ich muss an "Mini-Me" denken, denn er ist die Kopie seines Papas, der neben ihm steht.
Wer in unserem Auto zuerst anfing zu lachen, weiß ich nicht mehr, ich erinnere mich nur an meinen ersten Kommentar: "That's a monster child". Der kleine Junge konnte mich zwar nicht hören, aber er tat alles, um meine Aussage zu untermauern. Im nächsten Moment rannte er wild schreind und gestikulierend los, die Veranda hinunter und durch den Vorgarten. Er kam ein wenig auf uns zu und drehte dann wieder ab und weiter seine Runden über die Wiese, wild schreiend und sich mit den Händen auf die Brust schlagend.
Wir entfernten uns sehr schnell von dem Haus und parkten unsere Autos lieber auf dem Kirchparkplatz, hoffend, dass wasimmer diesen Jungen trieb, dort gebannt sein möge.
Irgendwie war aber auch das ein guter Start für die Tour. Man läuft definitiv schneller mit einem Monsterkind im Rücken als mit Eiscreme im Magen.

la lemure
Paris "la Lémure" Hilton hat endlich was eigenes. Nein, kein Jodeldiplom. Das wäre zu schwierig gewesen. Da muss man ja Begriffe wie Futur II können. Sie beschränkt sich eher drauf, ganz futuristisch lemurenhaft auszusehen und hat jetzt eine eigene Schmuckkollektion. Und die gibt es exklusiv bei Prada Dolce&Gabana Tiffany's Amazon.com.

Dass Pur auf EinsLive laufen, halte ich persönlich für eine hinreichende Begründung, keine Rundfunkgebühren zu zahlen.

Den ganzen Tag damit verbracht, mir ein neues Layout zuzulegen, um die Errungenschaften des großen Twoday-Updates nutzen zu können. Letztendlich bleibt es nur beim neuen Header (anlässlich des 250. Tages meiner Twoday-Beherbergung. Tätää.), denn die neuen Layouts sind nicht so ganz ausgereift. Und als HTML-Legastheniker bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als darauf zu harren, dass die Knallgrauen irgendwann auch ihr Versprechen einlösen und die Nutzer der alten Layouts mit den neuen Möglichkeiten der Weblogkunst zu versorgen. Harr harr.

 

twoday.net

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma
AGB