Es gibt Leute, die sind so wichtig, dass man keine Lust verspürt, kurze Konversation mit ihnen zu betreiben. Wenn man mit ihnen redet, will man die ganz großen Sätze sagen, weil sie nichts anderes verdient haben, als die Erklärung von Freundschaft. Und dann verliert man sie aus den Augen, weil man im Alltag nur noch gepresste Kurzkommunikation bringen kann.
das schreiben tomte im begleittext zu "die bastarde, die dich jetzt nach hause bringen". und damit beschreibt der verehrte herr uhlmann eine situation, die mir gerade immer öfter auffällt. die großen menschen verliert man aus den augen, weil man sich für sie die zeit nehmen will, die man nicht hat. eine mail wird nicht beantwortet, weil man nicht in zwei minuten fünf zeilen auspressen will, sondern eine "richtige" antwort schreiben möchte. ergo macht man es gar nicht. das telefonat wird nicht geführt, weil gerade die lust fehlt für ausführliche gespräche. ergo wird gar nicht mehr gesprochen. dafür hat man zeit für die menschen, denen und für die drei zeilen reichen. und die großen verschwinden. das ist das traurige dieser zeit.
und obwohl das alles stimmt bleibt es zynisch zu sagen: ihr, meine besten freunde da draußen, ihr großen menschen, die ich liebe, versteht ihr denn nicht? dass ich mich nicht melde ist der größte freundschaftsbeweis, den ich bringen kann. seht ihr es denn nicht?
das schreiben tomte im begleittext zu "die bastarde, die dich jetzt nach hause bringen". und damit beschreibt der verehrte herr uhlmann eine situation, die mir gerade immer öfter auffällt. die großen menschen verliert man aus den augen, weil man sich für sie die zeit nehmen will, die man nicht hat. eine mail wird nicht beantwortet, weil man nicht in zwei minuten fünf zeilen auspressen will, sondern eine "richtige" antwort schreiben möchte. ergo macht man es gar nicht. das telefonat wird nicht geführt, weil gerade die lust fehlt für ausführliche gespräche. ergo wird gar nicht mehr gesprochen. dafür hat man zeit für die menschen, denen und für die drei zeilen reichen. und die großen verschwinden. das ist das traurige dieser zeit.
und obwohl das alles stimmt bleibt es zynisch zu sagen: ihr, meine besten freunde da draußen, ihr großen menschen, die ich liebe, versteht ihr denn nicht? dass ich mich nicht melde ist der größte freundschaftsbeweis, den ich bringen kann. seht ihr es denn nicht?
derGarfunkel - am Montag, 21. September 2009, 07:51
anruf der eltern vom kreuzfahrtschiff.
m: das ist so super, das kannst du dir nicht vorstellen.
p: ja, das essen, das ist ja alles all inclusive. da ist alles da. da können wir uns durchfressen und durchsaufen auf deutsch gesagt.
m: aber alles sehr hochwertig.
p: ja, alles sehr hochwertig.
m: das ist so super, das kannst du dir nicht vorstellen.
p: ja, das essen, das ist ja alles all inclusive. da ist alles da. da können wir uns durchfressen und durchsaufen auf deutsch gesagt.
m: aber alles sehr hochwertig.
p: ja, alles sehr hochwertig.
derGarfunkel - am Mittwoch, 16. September 2009, 20:23
das schreibwerk ist eine schule für kreatives schreiben in berlin. die gründerin, dr. hanne landbeck, schreibt tatsächlich kreativ. zum beispiel darüber, was sie als kreative ausmacht:
Im Sommer 2008 besuchte sie den „creativity workshop“ New York auf Kreta, den auch Doris Dörrie schon mal besucht hat.
was das nun genau damit zu tun, dass sie selbst auch kreativ ist, weiß ich nicht. aber das ist ungefähr so wie ich mich als kind immer nach bestimmten filmen gefühlt habe. nach einem bruce lee film habe ich immer gedacht, ich könnte auch kung-fu, nach einem krimi habe ich hinter jeder tür einbrecher gesehen, die ich locker mit drei handgriffen außer gefecht gesetzt hätte, von den liebesfilmen reden wir gar nicht erst.
Im Sommer 2008 besuchte sie den „creativity workshop“ New York auf Kreta, den auch Doris Dörrie schon mal besucht hat.
was das nun genau damit zu tun, dass sie selbst auch kreativ ist, weiß ich nicht. aber das ist ungefähr so wie ich mich als kind immer nach bestimmten filmen gefühlt habe. nach einem bruce lee film habe ich immer gedacht, ich könnte auch kung-fu, nach einem krimi habe ich hinter jeder tür einbrecher gesehen, die ich locker mit drei handgriffen außer gefecht gesetzt hätte, von den liebesfilmen reden wir gar nicht erst.
derGarfunkel - am Mittwoch, 16. September 2009, 13:51
kochsche reflex, der.
nutzung eines aktuellen tagespolitischen sachverhaltes von bundesweiter bedeutung zum anstoß einer debatte, deren ziel nicht die lösung des sachverhaltes, sondern die zur schau stellung der eigenen persönlichkeit zu werbezwecken in zeiten eines wahlkampfes ist.
ich bitte darum, diesen begriff in die nächste ausgabe des dudens aufzunehmen. danke.
nutzung eines aktuellen tagespolitischen sachverhaltes von bundesweiter bedeutung zum anstoß einer debatte, deren ziel nicht die lösung des sachverhaltes, sondern die zur schau stellung der eigenen persönlichkeit zu werbezwecken in zeiten eines wahlkampfes ist.
ich bitte darum, diesen begriff in die nächste ausgabe des dudens aufzunehmen. danke.
derGarfunkel - am Mittwoch, 16. September 2009, 13:14
wenn man in der priegnitz nach häusern schaut, dann warten diese schon mit besonderen "gimmicks" auf:
Storch vor dem Haus. Eule im Stall.
Storch vor dem Haus. Eule im Stall.
derGarfunkel - am Samstag, 12. September 2009, 18:22
ich meine eine krise ausmachen zu können. eine kreativitätskrise bei deutschen kriminalfilmautoren. es ist ja auch schwer, auf der einen seite spannende fälle zu konstruieren und auf der anderen seite das privatleben der kommissare so zu zeichnen, dass der zuschauer geneigt bleibt, auch in der nächsten folge wieder dabei zu sein. deswegen werden immer häufiger einfach beide stränge verwoben. der kommissar hängt irgendwie mit drin, ob wissentlich oder unwissentlich. seine vergangenheit holt ihn ein, seine familie hat was mit der geschichte zu tun, er war zur falschen zeit am falschen ort und schwupps: die spannungskurve ist gerettet. einige beispiele:
alleine im flagshipstore der deutschen krimis, dem tatort: der frankfurter kommissar dellwo (jörg schüttauf) fährt zu seiner jugendliebe aufs land und kurz darauf ist deren mann tot. die hannoveraner kommissarin lindholm (maria furtwängler) erkennt in der mordverdächtigen ihre jugendfreundin. beim münsteraner ermittlungsteam um rechtsmediziner boerne (jan-josef liefers) und kommissar thiel (axel prahl) findet boerne ein mordopfer bei einem golfturnier. der konstanzer kommissar perlmann (sebastian bezzel) lernt in der disco ein mädchen kennen, dass am nächsten morgen tot aufgefunden wird uswusf.
noch schlimmer ist es bei soko leipzig. dort spielt ungefähr jede zweite folge im privaten umfeld der ermittler. die tochter des hauptkommissars trautzschke (andreas schmidt-schaller) wird entführt und das ganze team muss nach moskau fahren. dann wird seine patentochter entführt und das ganze team muss nach london fahren. dann entdeckt seine mutter einen komplott in ihrem altenheim und alle müssen ihn aufdecken. und kollege grimm (tyron ricketts) wird nach einer durchzechten nacht verprügelt und soll angeblich eine frau vergewaltigt haben. man wird das gefühl nicht los, die soko ist nur ins leben gerufen worden, um eigene probleme zu lösen.
was ist nur los im fernsehen? wo bleiben die ideen? warum gibt es keine spannenden fälle mehr zu lösen ohne schmutzige tricks?
ich habe das gefühl, in den usa hat man das irgendwann verstanden. die serien bringen inzwischen substanz und dramaturgische tiefe mit. in deutschland denkt man, auf diesen amerikanischen zug aufzuspringen, wenn man bei alarm für cobra 11 noch einen helikopter mehr explodieren lässt. bitter. falsche ideen sind manchmal noch eine spur schlimmer als gar keine.
alleine im flagshipstore der deutschen krimis, dem tatort: der frankfurter kommissar dellwo (jörg schüttauf) fährt zu seiner jugendliebe aufs land und kurz darauf ist deren mann tot. die hannoveraner kommissarin lindholm (maria furtwängler) erkennt in der mordverdächtigen ihre jugendfreundin. beim münsteraner ermittlungsteam um rechtsmediziner boerne (jan-josef liefers) und kommissar thiel (axel prahl) findet boerne ein mordopfer bei einem golfturnier. der konstanzer kommissar perlmann (sebastian bezzel) lernt in der disco ein mädchen kennen, dass am nächsten morgen tot aufgefunden wird uswusf.
noch schlimmer ist es bei soko leipzig. dort spielt ungefähr jede zweite folge im privaten umfeld der ermittler. die tochter des hauptkommissars trautzschke (andreas schmidt-schaller) wird entführt und das ganze team muss nach moskau fahren. dann wird seine patentochter entführt und das ganze team muss nach london fahren. dann entdeckt seine mutter einen komplott in ihrem altenheim und alle müssen ihn aufdecken. und kollege grimm (tyron ricketts) wird nach einer durchzechten nacht verprügelt und soll angeblich eine frau vergewaltigt haben. man wird das gefühl nicht los, die soko ist nur ins leben gerufen worden, um eigene probleme zu lösen.
was ist nur los im fernsehen? wo bleiben die ideen? warum gibt es keine spannenden fälle mehr zu lösen ohne schmutzige tricks?
ich habe das gefühl, in den usa hat man das irgendwann verstanden. die serien bringen inzwischen substanz und dramaturgische tiefe mit. in deutschland denkt man, auf diesen amerikanischen zug aufzuspringen, wenn man bei alarm für cobra 11 noch einen helikopter mehr explodieren lässt. bitter. falsche ideen sind manchmal noch eine spur schlimmer als gar keine.
derGarfunkel - am Samstag, 12. September 2009, 13:51