
le travelguide:
note of the day.
für den guten ton.
An die Musik
Musik: Atem der Statuen. Vielleicht:
Stille der Bilder. Du Sprache wo Sprachen
enden. Du Zeit,
die senkrecht steht auf der Richtung vergehender
Herzen.
Gefühle zu wem? O du der Gefühle
Wandlung in was? -: in hörbarer Landschaft.
Du Fremde: Musik. Du uns entwachsener
Herzraum. Innigstes unser,
das, uns übersteigend, hinausdrängt, -
heiliger Abschied:
da uns das Innre umsteht
als geübteste Ferne, als andre
Seite der Luft:
rein,
riesig
nicht mehr bewohnbar.
Rainer Maria Rilke
le travelogue:
Zum Gedicht heute ein Notenblatt. Die erste Note ist schon drauf. Ein A. A wie Alphabet, wie Analyse, wie Anagramm. Ein Notenblatt ist für mich wie ein holländisches Buch. Wenn ich mich bemühe, kann ich’s verstehen oder zumindest erraten, was es mir sagen will. Aber lesen kann ich’s nicht. Vor allen Dingen nicht schreiben. Wenn ich Musik schreibe, dann merke ich sie mir. Ich notiere keine Melodien, ich behalte sie, nehme sie höchstens auf, um sie nicht zu vergessen. Sie sind auch einfacher als eine Bach Fuge. Von daher schaffe ich das sogar mit meiner begrenzten Genialität. Was ich eigentlich sagen will? Ach so: Was macht ihn denn eigentlich aus, den guten Ton? Vielleicht gebe ich die Frage einfach mal weiter und öffne somit heute das travelogue. Was ist denn bspw. mit dem Herrn Schulze von mediumflow (Link zeitweise fehlerhaft), der scheint doch Fachmann zu sein. Also, Herr Schulze, oder jeder andere, was ist denn nun der gute Ton?
derGarfunkel - am Donnerstag, 15. Dezember 2005, 00:51