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Seit gestern bin ich offiziell arbeitslos. Einer von 5 Millionen. Das lässt sich mit dem Wissen, dass ich im März wieder in Lohn und Brot, wie man wohl sagt, stehen werde, ganz gut ertragen. Seit Montag bin ich auch kein Düsseldorfer mehr. Lebe offiziell wieder auf dem Land, wo die Frau auf dem Einwohnermeldeamt einen Arsch mit Ohren aus Keramik auf dem Schreibtisch stehen hat und wo eh alles ganz anders ist als in der großen Stadt.
Dennoch kann ich nicht behaupten, wirklich ohne Arbeit zu sein. Genug zu tun gibt es immer und Arbeit sieht man ständig, wenn man nicht die Augen davor verschließt. Und sie lässt einen manchmal schon sehr frustrieren. So wie heute. Da wünscht man sich einerseits, ein Tagebuch zu führen, damit man die ganze Kacke mal irgendwie aus sich raus kriegt und andererseits gönnt man dem Kacktag aber nicht, dass er dokumentiert wird und somit in der Erinnerung überlebt. Höchstens als Mahnmal. Doch eigentlich will man ihn ganz schnell vergessen.
Achichweißjaauchnicht...
 

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