Viel los gewesen musiktechnisch die letzte Woche. Ein paar nette Bands, gesehen in Siegen und Süddeutschland. Eine Auswahl der Besten:
- the cross movement. Hip Hop aus den USA. Und das in Siegen. Natürlich zu laut für die Lautsprecher und in einer nicht wirklich gut gewählten Location. Haben dennoch gerockt, die Jungs.
- Timothy James Meaney. Ein dicker Ami mit seiner Gitarre und ein paar Musikern. Die soundfiles auf seiner Homepage hatten mich zwar nicht überzeugt, bin aber dennoch hingegangen. Habe selten eine solche Spielfreude bei einer Band gesehen und dazu noch so fähige Musiker. Mr. Meaney hatte einen Bandkollegen aus den Staaten, Mr. Brian E., mitgebracht, die anderen beiden Musiker kommen aus Deutschland und waren quasi gechartert für die gigs hier. Dennoch ein geniales Zusammenspiel der vier und eine Freude zuzuschauen und zu hören.
- Anton and the watergirls. Poprock aus Hamburg. Gesehen am Donnerstag auf dem Himmelfahrtfestival in Wüstenrot, genau wie die anderen Bands, die noch kommen. Das ist doch mal eine frische Band, habe ich mir gedacht, als sie spielten. Ungewöhnliches Line up, mit einem Mann am Schlagzeug und zwei Frauen am Bass und der e-Gitarre. Und gesungen haben dann alle drei. Und alle drei waren gleichermaßer überrascht, wie sie die Masse in Stimmung versetzt haben ("Äh, tschuldigung? Kennen wir uns???").
- Hutch. Kräftiger Rock aus Gießen. Der Frontmann meint, etwas zu charismatisch und extravagant sein zu müssen, aber rocken tun sie allemal. Mit Bedauern mussten sie dann noch kundtun, diesmal leider kein Hakenkreuz zerflexen zu dürfen, weil sowas verboten ist. Dafür ein süßes Statement zur politischen Lage: "Wir sind gegen Gewalt, wir sind gegen Krieg".
- Allee der Kosmonauten und Sarah Brendel waren nicht weiter erwähnungswürdig.
- Rebecca St. James. Dann kam sie. Ich meine, hey, sie. Rebecca St. James. Die Frau, die ich mal heiraten werde. Hatte allerdings mal wieder keine Gelegenheit, ihr das zu sagen. Hoffe, sie findet es irgendwann auch so raus. Die Musik ist nach wie vor sehr poppig, aber sehr charmant. Live tut sie zwar immer so, als wäre sie eine Rockerin, aber man nimmt es ihr nicht ganz ab. Bucht man sie jedoch von vornherein unter Pop ab, so ist es ein freudiges Ereignis, ihr zuzuhören und vor allem ihr zuzuschauen. Sehr hingegeben diese Frau, sehr ehrlich und sehr hübsch obendrein.
- Delirious. Dann der Knaller aus England. Delirious sind grade mal wieder auf der ganzen Welt unterweges und ja auch hier mit "inside/outside" recht erfolgreich. Im Dezember 2000 hatte ich sie zum ersten und einzigen Mal gesehen, am Donnerstag dann endlich nochmal. Die Jungs sind Profis und was sie machen klingt einfach perfekt. So war die Show auch erwartungsgemäß genial. Hier geht's zum tour diary eben dieses Auftritts. Liest sich natürlich sehr positiv, aber auch sehr witzig.
derGarfunkel - am Sonntag, 23. Mai 2004, 16:10