Dass er das eine Bein etwas hinter sich herzieht, dafür kann er wahrscheinlich nichts. Und sein irrer Blick - ob er dafür was kann, mag ich nicht beurteilen. Jedenfalls steht er dort vor dem Denkmal in seinen braunen Klamotten und seinem schütteren Haar, von einer Seite auf die andere gekämmt. Immer wieder sieht er sich um, so als ob er überprüfen wollte, ob ihm auch jeder zuschaut, wenn er dort so hingebungsvoll vor dem Denkmal steht. Dann geht er weg, entschwindet meinem Blickfeld; aber nur, um kurze Zeit später wieder vor dem Denkmal zu stehen. Wieder schaut er sich um, mit dem gleichen irren Blick, und geht plötzlich los, wieder hinkend, wieder gebückt, immer noch mit selbigem wirren Blick, in meine Richtung. Doch er dreht ab und verschwindet diesmal völlig im Menschengetümmel der fröhlichen Independence Day Feierer.
Irgendwie hatte ich nicht erwartet, er würde so schnell verschwinden. Insgeheim hatte ich erwartet, er käme zu mir, baute sich vor mir auf und schrie: "I was in Vietnam!".
Aber sowas passiert wohl nur im Film, Dude.
Irgendwie hatte ich nicht erwartet, er würde so schnell verschwinden. Insgeheim hatte ich erwartet, er käme zu mir, baute sich vor mir auf und schrie: "I was in Vietnam!".
Aber sowas passiert wohl nur im Film, Dude.
derGarfunkel - am Donnerstag, 8. Juli 2004, 20:10