Musste anhand dieses Cartoons und dieser Formatanalyse direkt mal die Akzeptanz von politisch in- oder semikorrekten Witzen untersuchen: 
Zugegeben, ich schmücke mich mit den Federn anderer.

Zugegeben, ich schmücke mich mit den Federn anderer.
derGarfunkel - am Mittwoch, 25. Februar 2004, 19:37
Fast scheint es mir, als sänge Bob Dylan über weblogs. Tut er nicht. Aber es ist nah dran: Do I need your permission to turn the other cheek?
If you can read my mind, why must I speak?
Bob Dylan, Angelina
If you can read my mind, why must I speak?
Bob Dylan, Angelina
derGarfunkel - am Mittwoch, 25. Februar 2004, 16:00
"Mensch - wenn ich wirklich was von fremden Leuten erfahren will, lese ich Weblogs!" sagt docbuelle. Bemerke anhand dessen bei mir eine beängstigende Tendenz: Je höher meine aktive und passive weblog-Betriebsamkeit ist, sprich, je mehr ich weblog schreibe und andere weblogs lese, desto geringer ist das Interesse an "real-life"-Begegnungen.
Mich würde schon interessieren, warum das so ist, glaube aber nicht an einfach Antworten. Wahrscheinlich wäre es sogar nur zu beantworten durch Exkurse in Ursache-Wirkung-, Anlage-Umwelt- oder Huhn-Ei-Theorien. Könnte mich damit auseinandersetzen. Könnte aber auch die Zeit in Beziehungen investieren.
Mich würde schon interessieren, warum das so ist, glaube aber nicht an einfach Antworten. Wahrscheinlich wäre es sogar nur zu beantworten durch Exkurse in Ursache-Wirkung-, Anlage-Umwelt- oder Huhn-Ei-Theorien. Könnte mich damit auseinandersetzen. Könnte aber auch die Zeit in Beziehungen investieren.
derGarfunkel - am Dienstag, 24. Februar 2004, 22:21
"Amerikanischer Smalltalk ist auch nicht oberflächlicher als deutsches Schweigen"
So heißt es in der neuen Unicum. Stimmt.
Sowieso gehen mir diese Vorurtile gegenüber Amerikanern ein bißchen auf die Nerven. "Die sind doch alle total oberflächlich!" Selbst wenn, wir etwa nicht? "Die können alle keine Fremdsprache!" Die meisten haben vier Jahre Fremdsprachenunterricht. Nur können sie sich das theoretisch so aufteilen, dass sie jedes Jahr eine andere Sprache wählen. Dann bleibt natürlich nicht viel hängen. Viele sprechen aber Spanisch und hey, einige sogar ein bißchen Deutsch. "Die haben alle keine Ahnung von Deutschland und denken, wir würden noch auf Bäumen leben!" Klar. Natürlich wissen sie nicht soviel über Deutschland, aber warum auch? Nur weil uns die amerikanische Lebensart medial indoktriniert wird? Wissen wir denn, wie die Leute in Ruanda wirklich leben? Oder in Chile? Oder noch näher: Polen? "Die waren alle noch nie in einem anderen Land!" Auch Quatsch. Ich kenne viele, die schonmal woanders waren. Aber selbst wenn, na und? Das Land ist dafür auch so groß wie Europa. Wenn wir nach Frankreich oder Spanien fahren, dann ist das, sowohl von den Entfernungen als auch von der Kultur, mitunter kein größerer Unterschied, als wenn ein Bostoner nach Florida fährt.
Und sowieso, wer sind denn bitteschöne "die alle"? Und woher nehmen wir eigentlich unsere Informationen über "die alle"?
Vielleicht sollten "wir alle" ab und zu mal unsere (Vor-)Urteile überprüfen.
So heißt es in der neuen Unicum. Stimmt.
Sowieso gehen mir diese Vorurtile gegenüber Amerikanern ein bißchen auf die Nerven. "Die sind doch alle total oberflächlich!" Selbst wenn, wir etwa nicht? "Die können alle keine Fremdsprache!" Die meisten haben vier Jahre Fremdsprachenunterricht. Nur können sie sich das theoretisch so aufteilen, dass sie jedes Jahr eine andere Sprache wählen. Dann bleibt natürlich nicht viel hängen. Viele sprechen aber Spanisch und hey, einige sogar ein bißchen Deutsch. "Die haben alle keine Ahnung von Deutschland und denken, wir würden noch auf Bäumen leben!" Klar. Natürlich wissen sie nicht soviel über Deutschland, aber warum auch? Nur weil uns die amerikanische Lebensart medial indoktriniert wird? Wissen wir denn, wie die Leute in Ruanda wirklich leben? Oder in Chile? Oder noch näher: Polen? "Die waren alle noch nie in einem anderen Land!" Auch Quatsch. Ich kenne viele, die schonmal woanders waren. Aber selbst wenn, na und? Das Land ist dafür auch so groß wie Europa. Wenn wir nach Frankreich oder Spanien fahren, dann ist das, sowohl von den Entfernungen als auch von der Kultur, mitunter kein größerer Unterschied, als wenn ein Bostoner nach Florida fährt.
Und sowieso, wer sind denn bitteschöne "die alle"? Und woher nehmen wir eigentlich unsere Informationen über "die alle"?
Vielleicht sollten "wir alle" ab und zu mal unsere (Vor-)Urteile überprüfen.
derGarfunkel - am Dienstag, 24. Februar 2004, 20:37
...how should tasting touching hearing seeing
breathing any-lifted from the no
of all nothing-human merely being
doubt unimaginably You?
(now the eyes of my ears awake and
now the eyes of my eyes are opened)
EE Cummings (von Liz)
breathing any-lifted from the no
of all nothing-human merely being
doubt unimaginably You?
(now the eyes of my ears awake and
now the eyes of my eyes are opened)
EE Cummings (von Liz)
derGarfunkel - am Montag, 23. Februar 2004, 18:11
six|eight war ein side project. Ein Versuch, meine Gedanken in andere Formen als die üblichen zu pressen. Nach anderthalb Monaten begreife ich, dass es nicht nur stilistische Übungen sind, die ich hier veröffentliche oder semantische Versuchsraketen, die gestartet werden, sondern dass die Worte meiner eigenen Sehnsucht entspringen, Gedanken zu formulieren, das Bemerkenswerte zu finden.
Deswegen startet six|eight in eine neue Runde. Der Name des Blogs bleibt der alte; und mein Name wird der alte. Denn sixeight war ein Neuer.
DerGarfunkel schreibt nicht erst seit 2004 weblog. Er tat und tut dies seit langer Zeit an anderer Stelle. Hier schreibt er das fort, was er als sixeight begonnen hat. Mit s.ohlala an seiner Seite.
Verzeiht mir, dass es bei mir zunächst keine Kommentarfunktion geben wird. Aber mir geht es erstmal darum, die Dinge zu beschreiben, nicht darum, sie zu diskutieren.
Deswegen startet six|eight in eine neue Runde. Der Name des Blogs bleibt der alte; und mein Name wird der alte. Denn sixeight war ein Neuer.
DerGarfunkel schreibt nicht erst seit 2004 weblog. Er tat und tut dies seit langer Zeit an anderer Stelle. Hier schreibt er das fort, was er als sixeight begonnen hat. Mit s.ohlala an seiner Seite.
Verzeiht mir, dass es bei mir zunächst keine Kommentarfunktion geben wird. Aber mir geht es erstmal darum, die Dinge zu beschreiben, nicht darum, sie zu diskutieren.
derGarfunkel - am Montag, 23. Februar 2004, 17:17
Es ist schon komisch, wie verschlossen man manchmal denen gegenüber ist, die einen am Besten kennen sollten und wie offen man gegenüber Leuten ist, die man kaum kennt. Vielleicht erzählt man Menschen, die man eigentlich kaum kennt, deswegen so bereitwillig über sich selbst, weil es keine gemeinsame Vergangenheit gibt, die auf dem Spiel steht und keine gemeinsame Zukunft, die es zu schützen gilt. Es gibt nur die Gegenwart. Und die kann auf sich selber aufpassen.
derGarfunkel - am Montag, 23. Februar 2004, 16:59